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Kostenlos und komfortabel ins Skigebiet fahren

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©Wildbild / Snow Space Salzburg

Erstmals wird die Anreise zu einem der großen Skigebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem ganzen Land Salzburg kostenlos möglich sein: Wer online ein Ski- oder Skitourenticket in das Skigebiet Snow Space Salzburg in Flachau, Wagrain und St. Johann/Alpendorf kauft, kann in der Saison 2022/23 die An- und Abreise ohne Mehrkosten mitbuchen. Dieses Angebot wird durch eine Kooperation der Snow Space Salzburg Bergbahnen mit dem Salzburger Verkehrsverbund und dem Land Salzburg ermöglicht.

Das gaben der Vorstandsvorsitzende von Snow Space Salzburg, Ing. Wolfgang Hettegger, der für den Verkehrsverbund Salzburg zuständige Landesrat Mag. Stefan Schnöll sowie der Geschäftsführer des Salzburger Verkehrsverbund Mag. Johannes Gfrerer, heute, Mittwoch, 16. November, bei einem Mediengespräch in Salzburg bekannt:

Statement Landesrat Mag. Stefan Schnöll:
„Durch dieses Projekt ist erstmals eine für den Skigast kostenlose und vor allem klimaneutrale An- und Abreise auf allen fahrplanmäßigen Kursen der SVV-Linien im Verbundraum Salzburg inkl. der Kernzone Salzburg sowie den ÖBB-Fernverkehrszügen im Verbundraum Salzburg möglich. Es ist ein Meilensteinprojekt – wir schaffen eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen und gestalten zugleich den Weg für skifahrbegeisterte Kunden nachhaltig und wesentlich entspannter.“

Statement Mag. Johannes Gfrerer, Geschäftsführer Salzburger Verkehrsverbund
„Wir tragen dazu bei, dass die Menschen in Salzburg ihre Freizeit genießen und gleichzeitig das Klima schonen. Das dieser Ansatz des Salzburger Verkehrsverbundes gut ankommt, zeigt der Erfolg des Klimatickets Salzburg. Mit unserer neuen Kooperation mit Snow Space Salzburg gehen wir diesen Weg weiter und bieten Ski-Fans für die ganze Saison eine nachhaltige Anreise ins Skigebiet an“, erklärt Johannes Gfrerer.

Statement Ing. Wolfgang Hettegger, Snow Space Salzburg Bergbahnen
„Wir schaffen gemeinsam ein Angebot, das es so noch nie gab. Alle Salzburgerinnen und Salzburger können mit öffentlichen Verkehrsmitteln direkt ins Skigebiet reisen: rasch, komfortabel und kostenlos.“ Zum Beispiel: Aus der Stadt Salzburg dauert die Bahnfahrt rund 50 Minuten, es gibt stündlich oder noch öfter eine Zugverbindung nach und von St. Johann. Der zeitlich zum Zug abgestimmte Skibus fährt vom Bahnhof bis zur Talstation weitere zehn Minuten. Dort gibt es zusätzlich ein beheiztes Ski- und Schuhdepot sowie vier Skiverleiher. Man kann also problemlos ohne Ausrüstung anreisen. Auch Skitourenfans können die Gratisfahrt nutzen. Mit Bahn und Skibus kommen sie zur Route auf den Gernkogel, wo mehr als 1.000 Höhenmeter warten. „Tagesgäste haben erstmals eine attraktive Alternative zur PKW-Anreise. Sie haben jetzt die Wahl, wie sie zum Skivergnügen anreisen.“

CO2-Emissionen bei An- und Abreise größte Position
Der Vorstandsvorsitzende von Snow Space Salzburg sieht in dem Projekt eine langfristige Alternative zur Individuellen Anreise per PKW: „Das ist der Beginn einer neuen Phase. An- und Abreise wiegen in der Ökobilanz des österreichischen Wintertourismus am schwersten. Wir zeigen, dass man etwas tun kann, um CO2-Emissionen zu reduzieren.“ Rund 70 Prozent der Emissionen eines Skitages würden aus dem Verkehr stammen, erinnerte Hettegger. Das habe eine vielbeachtete Studie ergeben, welche die Vorsitzende des Ökologie Beirates von Snow Space Salz-burg, Univ.-Prof. Dr. DI. Ulrike Pröbstl-Haider 2018 in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesumweltamt vorgelegt hat.

Bei Snow Space Salzburg rechnet man nicht mit einem Ansturm vom ersten Tag an, sondern setzt auf eine kontinuierliche Entwicklung. „Es geht um eine Verhaltensänderung, wie wir sie auch bei der E-Mobilität derzeit erleben. Das braucht Zeit! Erst wenn gute Alternativen bekannt sind, werden sich die Skifans ernsthaft damit beschäftigen“, sagte Hettegger. Schon bisher gab es einen täglich verkehrenden, kostenlosen Skibus zwischen der Stadt Salzburg und Flachau. Diesen haben zuletzt pro Saison rund 3.500 Personen genutzt. Durch die deutlich besseren Rahmenbedingungen – Anreise aus dem ganzen Land Salzburg, flexibler Nutzung bei An- und Rückfahrt – rechnet der Seilbahnchef mit einer höheren Zahl schon im ersten Jahr. Die Bewerbung des kostenlosen Angebots werde auch Nutzerinnen und Nutzer des Klimatickets auf diese stressfreie Anreise aufmerksam machen und zum Umstieg anregen. Mit dem Klimaticket ist die Fahrt auch ohne Online-Ticket gratis. „Wir werden jedenfalls einen langen Atem bei der Umsetzung haben“, versprach Hettegger.

Verkehrskonzept als Rückgrat der Nachhaltigkeitsstrategie
Das Ökologiekonzept „Auf dem Weg zum klimaneutralen Skigebiet“ setzt Snow Space Salzburg seit 2019 um. Es basiert auf den drei Säulen Ökologie, technischer Umweltschutz und Gästeverhalten. Das Management wird von einem dreiköpfigen Expertenbeirat beraten, der Vorschläge entwickelt und die Umsetzung überwacht. Der Verkehr spielt dabei eine große Rolle. Schon 2019 wurde in Kooperation mit den ÖBB eine direkte Zugverbindung auf der Westbahn zum Schnellzugbahnhof St. Johann angeboten. Wer mit einer ÖBB-Vorteilscard ein Kombikarte Bahn-Skilift bucht, bekommt einen Bonus auf das Skiticket.

Mit 3:40 aus Wien ist es noch immer die schnellste Bahnverbindung in ein großes österreichisches Skigebiet. Bei diesem Angebot rechnet man ebenfalls mit den Besitzerinnen und Besitzern eines Klimatickets als neue Zielgruppe. In den ersten beiden Saisonen, die von Corona beeinträchtigt waren, haben einige hundert Gäste diesen Reiseweg gewählt.

„In Zahlen ist das noch wenig. Aber die Verbindung ist ein Beispiel dafür, dass es auch im Fernverkehr Alternativen gibt. Denn wir wissen: Es werden jeden Winter mehr und irgendwann kommt der Kipppunkt. Dann ist die Anreise mit Öffis die ganze natürliche Alternative zum Individualverkehr“, prophezeite Hettegger. Umfragen würden heute ein Potenzial von deutlich mehr als zehn Prozent für die Öffi-Nutzung zeigen. Diese möchte man im Snow Space Salzburg gezielt ansprechen und mittel- bis langfristig überzeugen. Dafür wirbt seit 2020 auch Hermann Maier mit einem Video, das auf allen Hauptstadt-Bahnhöfen in Österreich zu sehen ist.

Skibus transportiert 850.000 Skifans
Die dritte Komponente ist das umfangreiche Skibusangebot in der Region, das von der Seilbahngesellschaft mit mehr als einer Million Euro finanziert wird. 20 Linien verkehren zwischen Flachau, Wagrain, St. Johann und den Umlandgemeinden, zu Stoßzeiten in einem 10-Minuten-Takt. 850.000 Beförderungen wurden in der Saison 2021/22 gezählt. „Auch wenn jemand mit dem Auto anreist, -vor Ort benötigt niemand einen PKW. Nächste Maßnahme ist die Umstellung dieser Flotte auf Elektrobusse, der erste wird in wenigen Tagen in Betrieb genommen.

Reduktion der CO2-Emissionen auch im Unternehmen
Die 2020 erarbeitete CO2-Bilanz der Snow Space Salzburg Bergbahnen AG hat die Potenziale zur CO2-Vermeidung im eigenen Betrieb aufgezeigt. Zwar müssen die größten Emittenten, die Pistengeräte, bis zum Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen außen vor bleiben. Die entsprechenden Prototypen sind aber in Entwicklung und sollen im Snow Space Salzburg spätestens nächste Saison ausgiebig getestet werden. Der gesamte Fuhrpark wird auf Elektrofahrzeuge umgestellt, sofern es vom jeweiligen Fahrzeugtyp bereits ein adäquate Elektro-Variante gibt.

Kurzer Ausblick auf Gesamtkonzept und Gesamtziel
Im Nachhaltigkeitskonzept setzt Snow Space Salzburg aber nicht nur auf den Verkehr und damit auf das Gästeverhalten, sondern auch auf Ökologie und technischen Umweltschutz. Die Ökologie des Skigebietes stand bei zahlreichen Umweltmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Neubau der Bahn „Flying Mozart“ im Zentrum. Die vollständige Biotopkartierung der Skipisten wird nach drei Jahren 2023 abgeschlossen sein. Daraus werden die nächsten Maßnahmen abgeleitet, wie zum Beispiel die Verbesserung der Artenvielfalt auf den Pisten durch eine neue Sommerbewirtschaftung.

Die Experten des Beirates sagen uns, dass der CO2-neutrale Skitag in Reichweite ist. Da wollen wir hin“, bekräftigte Hettegger.

www.snow-space.com