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Wasserstoffbus ging in Hallein in die Testphase

By 29.08No Comments
Gemeinsam mit dem Land Salzburg, dem Bushersteller Solaris Bus & Coach und Postbus Salzburg wurde Anfang August ein 12 Meter langer Wasserstoffbus im Echtbetrieb auf der Linie 41 in Hallein auf Herz und Nieren getestet: Im Bild v.l.n.r.: LAbg. Josef Scheinast (Die Grünen), Mag. Anna Mejer (Solaris Austria GmbH Geschäftsführerin), Landesrat Stefan Schnöll und Mag. Johannes Gfrerer (Salzburger Verkehrsverbund GmbH Geschäftsführer)
In Hallein wurde kürzlich ein 12 Meter langer Wasserstoffbus im Echtbetrieb auf der Linie 41 getestet: Im Bild v.l.n.r.: LAbg. Josef Scheinast (Die Grünen), Mag. Anna Mejer (Solaris Austria GmbH Geschäftsführerin), Landesrat Stefan Schnöll und Mag. Johannes Gfrerer (Salzburger Verkehrsverbund GmbH Geschäftsführer)

Für die Erreichung der EU-Klimaziele zur Reduktion der CO₂-Emissionen, braucht es ein Umdenken im Mobilitätsverhalten sowie neue Technologien: Um eine klimafreundliche emissionsfreie Zukunft im Nahverkehr zu schaffen testet der Salzburger Verkehrsverbund im Bundesland verschiedene alternative Antriebsformen. Gemeinsam mit dem Land Salzburg, dem Bushersteller Solaris Bus & Coach und Postbus Salzburg wurde Anfang August ein 12 Meter langer Wasserstoffbus im Echtbetrieb auf der Linie 41 in Hallein auf Herz und Nieren getestet.

Praxistest für alternative Antriebe auf Linie 41
Der Testbetrieb des Wasserstoffbusses lief auf der Linie 41 in Hallein. „Das Fahrzeug war im Linienbetrieb integriert, somit konnten auch bereits Fahrgäste mit dem Bus mitfahren. Wir wollen alle möglichen, emissionsfreien Antriebssysteme intensiv prüfen. Durch den Einsatz im Echtbetrieb konnten wir das Fahrzeug im Stadtverkehr in Hallein und auch auf steileren Strecken auf den Dürrnberg testen. So konnten wir äußerst positive Erfahrungen für Zukunftsprojekte sammeln und einen Überblick über die Tagesreichweite bekommen“, erklärt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Wasserstoff als Kraftstoff für den Motor
Die Vorzüge des Wasserstoffs als Energieträger sind unbestritten. Dank seiner Energiedichte und seines geringen Gewichts kann dieses Element eine saubere Energiequelle für Fahrzeuge werden und helfen, Strecken von einigen hundert Kilometern zu bewältigen. Der Bus fährt mit einem Elektromotor und wird mit Wasserstoff betankt. In der im Fahrzeug verbauten Brennstoffzelle erfolgt durch Sauerstoffzufuhr eine chemische Reaktion, bei der Energie erzeugt wird. Ein wesentlicher Unterschied zu batteriebetriebenen Bussen ist, dass die Stromerzeugung direkt im Fahrzeug passiert. Die Reichweite eines wasserstoffbetriebenen Busses beträgt rund 400 Kilometer pro Tankfüllung – ideal um die Tagesreichweiten zu decken. Einen weiteren Vorteil – neben der Tatsache, dass das Betanken eines Busses mit Wasserstoff im Normalbetrieb in rund 15 Minuten (für 30 bis 35 kg Wasserstoff) abgeschlossen ist – liefert der Wasserstoffbus im Sommer- und Winterbetrieb: Bei der chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht auch Wärme, die im Sommer für die Klimatisierung und im Winter für die Beheizung genutzt wird. Leider gibt es im Bundesland Salzburg noch keine Wasserstofftankstelle, deshalb konnte der Bus nur für einen Umlauf von 400 Kilometern eingesetzt werden. Bisher gibt es in Österreich nur fünf Wasserstofftankstellen: Innsbruck, Graz, Asten und zwei in Wien.

Ein erster Schritt – Ausschreibung mit alternativer Antriebsform
„Wir konnten bereits in vergangenen Testprojekten wichtige Erfahrungen mit Zukunftstechnologien sammeln, deshalb haben wir uns entschieden erste Ausschreibungen von Leistungspaketen mit einer alternativen Antriebsform auszuschreiben. Die ersten Pakete wurden im Juli 2022 im Flachgau Süd ausgeschrieben“, so Mag. Johannes Gfrerer, Geschäftsführung Salzburger Verkehrsverbund GmbH.