TARIFBESTIMMUNGEN

MIT EINER KARTE ANS ZIEL! ALLE BUSSE, ALLE BAHNEN, EINE KARTE FÜR SALZBURG

› Tarifbestimmungen 2016/2017 Vollfassung (Gültig vom 19. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017)
› Tarifbestimmungen 2016/2017 Zusammenfassung (Gültig vom 19. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017)
› Tarifbestimmungen 2016/2017 Vollfassung (Gültig vom 1. Juli 2016 bis 18. Oktober 2016)
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Tarifbestimmungen 2015/2016 Zusammenfassung (Gültig vom 1. Dezember 2015 bis 30. Juni 2016)
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(Gültig vom 1. Juli 2015 bis 30. November 2015)
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Tarifbestimmungen für den Salzburger Verkehrsverbund – Tarifjahr 2017/2018 – Gültig ab 1. Juli 2017

Anmerkungen:

* Neufassungen dieses Dokuments ersetzen Altfassungen zur Gänze.
* Altfassungen der Tarifbestimmungen können Sie auf der Homepage des Salzburger Verkehrsverbundes herunterladen.
* Zur einfacheren Lesbarkeit wird die männliche Form personenbezogener Hauptwörter verwendet; Frauen und Männer werden jedoch mit den Texten gleichermaßen angesprochen.

1 Begriffsbestimmungen

In den Tarifbestimmungen werden folgende Begriffe, in alphabetischer Reihenfolge, verwendet:

1.1 Abgabepreis

Bei manchen Tarifangeboten kann es aufgrund von (temporären) Zusatzförderungen zu vergünstigten, vom Verbundregelbeförderungspreis abweichenden Abgabepreisen kommen. Das sind zum Beispiel Jahreskarte, StudentCARD sowie JugendCARD.

1.2 Assistenzhunde

Assistenzhunde laut §39a Bundesbehindertengesetz sind Blindenführ-, Service- und Signalhunde, die Menschen mit Behinderung unterstützen, sind – nach ihrer jeweiligen Funktion – wie folgt, im Behindertenpass eingetragen:

* „Besitzt einen Servicehund zur Hilfe bei behinderungsbedingten Einschränkungen“.
* „Besitzt einen Signalhund zur Hilfe bei behinderungsbedingten Einschränkungen“.
* „Besitzt einen Service- und Signalhund zur Hilfe bei behinderungsbedingten Einschränkungen“.

1.3 Blinde

Personen, die völlig blind sind oder auf keinem Auge mehr als 1/25 der normalen Sehschärfe besitzen. Diese Personen beziehen aufgrund ihrer Blindheit ein Pflegegeld der Stufe 3 oder 4.

1.4 Entwertung

Vorgang, durch den eine aufgrund der Tarifbestimmungen zu entwertende Verbundfahrkarte markiert und damit gültig wird.

1.5 Familie

Derselben Familie angehörende Eltern (auch Stief-, Adoptiv- oder Pflegeeltern) oder Elternteile sowie deren Kinder, für welche nach den Bestimmungen des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 Familienbeihilfe geleistet wird oder für diese Kinder nur deswegen kein Anspruch auf österreichische Familienbeihilfe besteht, weil ein Anspruch auf eine gleichartige ausländische Beihilfe besteht.

Die Regelungen des „Eingetragene Partnerschaft Gesetz“ über die eingetragene Partnerschaft (Bundesgesetzblatt I Nr. 135/2009) werden sinngemäß angewendet.

1.6 Fahrpreistabelle

Tabellarische Darstellung der Fahrpreise des Salzburger Verkehrsverbundes.

1.7 Fahrtunterbrechung

Aus- und nachfolgendes Wiedereinsteigen an einer Haltestelle, die auf dem Weg zwischen der auf der Verbundfahrkarte angegebenen Einstiegs- und Ausstiegszone liegt, außer zum Zweck des Umsteigens.

1.8 Handyticket

Handytickets sind auf dem Display des mobilen Endgeräts (zum Beispiel „Smartphone“) angezeigte digitale Fahrkarten, welche die physische Verbundfahrkarte ersetzen.

1.9 Jugendlicher

Person von 15 bis 18 Jahre (bis zum Tag vor dem 19. Geburtstag). Das Alter ist durch Vorlage eines Lichtbildausweises, aus dem das Geburtsdatum hervorgeht, nachzuweisen.

1.10 Kernzone

Kernzone ist im Wesentlichen die Stadt Salzburg laut Tarifzonenplan bzw. Liniennetzplan. Diese stehen unter http://www.salzburg-verkehr.at/ zum Download bereit.

1.11 Kernzonenzuschlag

Aufpreis für Verbundfahrkarten, der bei Inanspruchnahme des Beförderungsangebotes der Kernzone Salzburg zusammen mit Regionalzonen entrichtet werden muss.

1.12 Kinder

Personen von 6 Jahren bis 14 Jahre (bis zum Tag vor dem 15. Geburtstag).

1.13 Kleinkinder

Kleinkinder sind Personen bis 5 Jahre (bis zum Tag vor dem 6. Geburtstag).

1.14 Lehrlinge

* Personen, die in einem gesetzlich anerkannten Lehrverhältnis stehen und eine betriebliche Ausbildungsstätte im Bundesgebiet oder im grenznahen Gebiet im Ausland an mindestens drei Tagen pro Woche besuchen und für die Familienbeihilfe bezogen wird.
* Im Sinne der Familienlastenausgleichsgesetz-Novelle, Bundesgesetzblatt I Nr. 23/1999 werden jene Personen Lehrlingen gleich gestellt, welche Teilnehmer an Lehrgängen und Lehrlingsstiftungen nach dem Jugendausbildungs-Sicherungsgesetz sind, bzw. welche nach der Berufsausbildungsgesetz-Novelle 1998 im Rahmen einer Vorlehre ausgebildet werden.

1.15 Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen sind Personen,

* die einen Behindertenpass gemäß §40 Bundesbehindertengesetz mit dem Vermerk „Der Inhaber/die Inhaberin des Passes kann die Fahrpreisermäßigung nach dem Bundesbehindertengesetz in Anspruch nehmen“ vorweisen oder
* die einen Grad der Behinderung oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70% nachweisen oder
* die einen Behindertenpass gemäß §40 Bundesbehindertengesetz mit einer eingetragenen Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70% vorweisen oder
* die eine erhöhte Familienbeihilfe gemäß §8 Absatz 4 und 7 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 beziehen, sofern bei ihnen eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70% oder die voraussichtlich dauernde Selbsterhaltungsunfähigkeit festgestellt
wurde oder
* die Bezieher eines Pflegegeldes, einer Pflegezulage, einer Blindenzulage oder einer vergleichbaren Leistung sind oder
* die den Bezug einer Versehrtenrente (Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70%) durch eine Bescheinigung des jeweiligen Sozialversicherungsträgers, Bundessozialamtes oder der Pflegegeld zahlenden Stelle nachweisen oder
* begünstigte Menschen mit Mobilitätseinschränkung ab einem Grad der Behinderung von 70% sind oder
* die Versorgungsberechtigte nach dem Heeresversorgungsgesetz ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70% sind oder
* anderer Staaten, wenn sie einen dem Behindertenpass gleichzuhaltenden Ausweis vorlegen, aus dem neben dem Vor- und Zunamen, dem Wohnort und dem Geburtsdatum auch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70 % ersichtlich ist.

Im Zweifelsfall muss das Zutreffen einer der Anspruchsvoraussetzungen entsprechend nachgewiesen werden (z.B. Behindertenpass gemäß §40 Bundesbehindertengesetz bzw. ein gleichwertiges Dokument oder eine (vorläufige) ÖBB-ÖSTERREICHCARD Spezial in Verbindung mit einem Lichtbildausweis mit Altersangabe).

1.16 Monat

Zeitraum vom Kalendertag eines Monats bis zum vorhergehenden Kalendertag des Folgemonats (zwischen 28 und 31 Tage; „Fließdatum“).

1.17 Neutrale Haltestelle

Haltestelle, die sich direkt auf der Grenzlinie zweier Zonen befindet.

1.18 Regionalzonen

Alle Zonen, die außerhalb der Kernzone Salzburg liegen.

1.19 Schüler

Als Schüler gelten:

* Ordentliche Schüler einer öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten inländischen Schule.
* Schüler, die eine gleichartige Schule im grenznahen Gebiet im Ausland als ordentliche Schüler besuchen, die günstiger zu erreichen ist als eine inländische Schule, wenn bei
Pflichtschulen hierfür die schulbehördliche Bewilligung vorliegt.
* Schüler, die eine im Bundesgesetz betreffend die Regelung des Krankenpflegefachdienstes, des medizinisch-technischen Fachdienstes und der Sanitätshilfsdienste, Bundesgesetzblatt Nr. 102/1961, geregelte Schule besuchen.
* Ordentliche Schüler einer inländischen Schule, die gemäß §12 des Schulpflichtgesetzes, Bundesgesetzblatt Nr. 76/1985, als zur Erfüllung der Schulpflicht geeignet anerkannt wurde.
* Ordentliche Schüler einer inländischen Privatschule, der die Führung einer gesetzlich geregelten Schulartbezeichnung bewilligt wurde (§11 des Privatschulgesetzes, Bundesgesetzblatt 244/1962).

1.20 Schultage in Bayern

Wochentage von Montag bis Samstag, wenn Werktag, sofern an diesen Tagen nach den Regelungen des Freistaates Bayern Schulbesuch stattfindet.

1.21 Schwerkriegsbeschädigte

Personen, die als Schwerkriegsbeschädigte im Sinne der Bestimmungen des Kriegsopferversorgungsgesetzes oder als Opfer des Kampfes um ein freies demokratisches Österreich im Sinne der Bestimmung des Opferfürsorgegesetzes anzusehen sind und deren Erwerbsfähigkeit nach den Bestimmungen des Kriegsopferversorgungsgesetzes um mindestens 70 % gemindert ist.

1.22 Senior

Person ab dem vollendeten 62. Lebensjahr (ab dem 62. Geburtstag). Ab dem 1. Januar 2018 wird dieses Alter auf das vollendete 63. Lebensjahr angehoben.

1.23 Studierende

Studierende sind

* ordentliche Hörer einer im Inland gelegenen Universität, der Akademie der bildenden Künste oder Kunsthochschule,
* ordentliche Studierende an einer im Inland gelegenen Theologischen Lehranstalt nach Ablegung der Reifeprüfung,
* ordentliche Studierende an einer im Inland gelegenen öffentlichen oder privaten mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Pädagogischen, Berufspädagogischen, Religionspädagogischen Akademie oder Akademie für Sozialarbeit (ausgenommen Vorbereitungslehrgang),
* ordentliche Studierende an einer öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Land- und forstwirtschaftlichen berufspädagogischen Akademie,
* ordentliche Studierende eines Konservatoriums mit Öffentlichkeitsrecht,
* Studierende an einer medizinisch – technischen Akademie oder Hebammenakademie oder
* Studierende eines Fachhochschul-Studienganges.

1.24 Tarifgebiet

Das Tarifgebiet des Salzburger Verkehrsverbundes umfasst ergänzend zum Verbundraum Teile der angrenzenden österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Kärnten sowie den in Deutschland gelegenen Landkreis Berchtesgadener Land.

1.25 Tarifzonen

Tarifzonen sind für die Berechnung des Fahrpreises festgelegte Gebiete. Diese Zonen werden im Salzburger Verkehrsverbund grafisch als Waben dargestellt.

1.26 Tarifzonenplan

Graphische Darstellung der Tarifzonen des Salzburger Verkehrsverbundes. Den Tarifzonenplan erhalten Sie digital unter http://www.salzburg-verkehr.at/.

1.27 Unmittelbar nach Fahrtantritt

Sofort nach dem Betreten des Fahrzeuges bzw. spätestens vor dem Erreichen der nächstfolgenden Haltestelle.

1.28 Unterrichtsjahr

Das Unterrichtsjahr wird durch Bekanntmachung des Landesschulrates Salzburg festgesetzt.

1.29 Verbundfahrkarten

Auf den Verbundlinien angebotene Beförderungsausweise, die zur Benützung des gesamten fahrplanmäßigen Angebotes auf Verbundlinien berechtigen. Jede Verbundfahrkarte ist ein Beförderungsvertrag, auf Grund dessen Personen und Hunde entsprechend dem jeweiligen Tarif befördert werden.

1.30 Verbundlinien

Linien und Linienteile gemäß „Anhang 2 Verzeichnis der Verbundlinien“.

1.31 Verbundliniennetz

Das Verbundliniennetz umfasst die Summe aller Linien und Linienteile von Verbundunternehmen im Tarifgebiet.

1.32 Verbundraum

Der Verbundraum umfasst das Gebiet des Bundeslandes Salzburg inklusive der Gesamtstrecke der Salzburger Lokalbahn bis zum Endbahnhof „Ostermiething Lokalbahn“ und den Korridorverkehr der Buslinie 260 Zell am See – Salzburg über das „kleine deutsche Eck“.

1.33 Verbundunternehmen

Verkehrsunternehmen, die sich dem Salzburger Verkehrsverbund angeschlossen haben. Siehe „Anhang 1 Verzeichnis der Verbundunternehmen“.

1.34 Vorverkauf

Ausgabe einer Verbundfahrkarte für einen anderen Gültigkeitsbeginn als den Kaufzeitpunkt.

1.35 Zeitkarten

Verbundfahrkarten für eine beliebige Anzahl von Fahrten innerhalb einer bestimmten Geltungsdauer auf einer bestimmten Geltungsstrecke (Streckenkarte) bzw. in einem bestimmten Geltungsbereich (Netzkarte).

2 Allgemeine Bestimmungen

2.1 Verbundtarif

Der Verbundtarif ist der, gegenüber dem Fahrgast angewendete, Verbundregelbeförderungspreis im Tarifgebiet. Dabei muss sich entweder die Ein- oder die Ausstiegshaltestelle im Verbundraum befinden. Der Verbundtarif gilt auf allen Verbundlinien gemäß „Anhang 2 Verzeichnis der Verbundlinien“.

An welche Berechtigungsnachweise einzelne Fahrpreisermäßigungen gebunden sind, ist bei der betreffenden Fahrpreisermäßigung angegeben. Verbundraum überschreitende Fahrten zum Verbundtarif sind nur auf den im „Anhang 2 Verzeichnis der Verbundlinien“ angeführten Strecken zulässig.

Der Verbundtarif wird gemäß „Anhang 4 Exklusiv ausgegebene Verbundfahrkarten“ innerhalb des Verbundraums exklusiv angewendet,
* soweit im Salzburger Verkehrsverbund gleichwertige Tarifangebote zu den unternehmenseigenen Tarifen bestehen, und
* wenn nicht unternehmenseigene Tarife als Verbundtarife angewendet und von allen Verbundunternehmen anerkannt werden und
* soweit bei der ÖBB-Schiene Regional-, Regionalexpress- oder S-Bahn-Züge in Anspruch genommen werden.

In bestimmten Fernverkehrszügen der ÖBB werden Verbundfahrkarten unter Beachtung oben angeführter Punkte (ausgenommen dritter Punkt) neben den unternehmenseigenen Tarifen bis auf Widerruf anerkannt und ausgegeben.

Eine Anerkennung von Verbundfahrkarten erfolgt nur bis zur letztmöglichen im Tarifgebiet liegenden Haltestelle, welche vom benutzten Zug auch tatsächlich bedient wird.

Verbundfahrkarten sind Eigentum des jeweils ausgebenden Verbundunternehmens und berechtigen innerhalb ihrer konkreten zeitlichen und räumlichen Gültigkeit zu Fahrten auf Verbundlinien.

Durch die Wahl der Verbundfahrkarte ergeben sich die anzuwendenden Tarifbestimmungen.

Ausnahme: Liegen sowohl die Einstiegshaltestelle als auch die Ausstiegshaltestelle nicht im Verbundraum jedoch im Tarifgebiet, so kommt der Verbundtarif nur dann zur Anwendung, wenn sowohl die Einstiegshaltestelle als auch die Ausstiegshaltestelle in unterschiedlichen Bundesländern bzw. Staaten liegen.

2.2 Gültigkeit von Berechtigungsnachweisen

Alle von Verbundunternehmen oder der Salzburger Verkehrsverbund GmbH ausgegebenen Berechtigungsnachweise und Verbundfahrkarten bleiben in deren Eigentum.

Auf Berechtigungsnachweisen mit Lichtbildern müssen die berechtigten Personen deutlich erkennbar sein.

2.3 Ungültige Berechtigungsnachweise

Berechtigungsnachweise sind ungültig, wenn
* vorgedruckte oder eingetragene Angaben durchgestrichen, überschrieben oder auf sonstige Weise unbefugt geändert worden sind, oder
* ein erforderliches Lichtbild nicht aufgeklebt oder angeheftet ist, fehlt, überklebt bzw. ausgetauscht wurde, oder
* sie auf sonstige Weise tarifwidrig benützt werden (dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich beim Berechtigungsnachweis um einen gefälschten Ausweis handelt), oder
* aufgrund ihres Zustandes die Gültigkeit nicht überprüft werden kann, oder erforderliche Bestätigungen fehlen.

Ungültige Berechtigungsnachweise werden gegen eine schriftliche Bestätigung eingezogen.

2.4 Ungültige Verbundfahrkarten

Eine Verbundfahrkarte ist ungültig, wenn
* vorgeschriebene Eintragungen fehlen, oder
* der Inhalt unbefugt geändert wurde, oder
* ein erforderliches Lichtbild nicht aufgeklebt oder angeheftet ist, fehlt, überklebt bzw. ausgetauscht wurde, oder
* sie auf sonstige Weise den Tarifbestimmungen nicht entspricht oder tarifwidrig benützt wird (dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich bei der Verbundfahrkarte um eine gefälschte Verbundfahrkarte handelt), oder
* vorgedruckte oder eingetragene Angaben durchgestrichen, überschrieben oder auf sonstige Weise geändert sind, oder
* sie nur in Verbindung mit einem Berechtigungsnachweis gültig ist und der betreffende Berechtigungsnachweis nicht vorgewiesen wird bzw. ungültig ist, oder
* sie wegen ihres Zustandes auf ihre Gültigkeit nicht überprüft werden kann.

Ungültige Verbundfahrkarten werden gegen eine schriftliche Bestätigung eingezogen.

2.5 Beförderungsbedingungen auf Verbundlinien

Es gelten die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verbundunternehmens. Ein Verzeichnis der Verbundunternehmen finden Sie in „Anhang 1 Verzeichnis der Verbundunternehmen“.

2.6 Wagenklasse

In Zügen gelten Verbundfahrkarten nur in der 2. Wagenklasse. Eine Aufzahlung auf die 1. Wagenklasse ist nur nach den Tarifbestimmungen des jeweiligen Verbundunternehmens möglich.

2.7 Beförderungspflicht

Die im Salzburger Verkehrsverbund tätigen Verkehrsunternehmen sind zur Beförderung verpflichtet, wenn
* der Fahrgast den Rechtsvorschriften und den sonstigen für die Beförderung maßgebenden Bestimmungen entspricht,
* die Beförderung mit den vorhandenen Kapazitäten, welche den regelmäßigen Bedürfnissen des Verkehrs genügen, möglich ist,
* die Beförderung nicht durch Umstände verhindert wird, die das Verkehrsunternehmen nicht abzuwenden und denen es auch nicht abzuhelfen vermag.

3 Fahrpreisberechnung

3.1 Grundlagen

Der jeweilige Fahrpreis wird aufgrund der jeweiligen Zonenanzahl des Tarifzonenplanes und der jeweiligen Fahrpreistabelle (siehe „Anhang 3 Fahrpreistabellen“) wie folgt ermittelt:
* im Regionalverkehr gemäß „Fahrpreistabelle 1a – Regionalverkehr innerhalb Österreichs“ und „Fahrpreistabelle 1b – Aufpreis für die erste Zone um die Kernzone“.
* für die Kernzone Salzburg gemäß „Fahrpreistabelle 2 – Kernzone Salzburg“.
* für Fahrten von bzw. nach Bayern gemäß „Fahrpreistabelle 3 – Grenzüberschreitender Verkehr“.
* für Aufzahlungen zu Schüler- und Lehrlingsfreifahrten gemäß „Fahrpreistabelle 4 – Schüler und Lehrlinge“.
* für StudentCARDs gemäß „Fahrpreistabelle 5 – Studenten”.

Wird eine Fahrt bei einer neutralen Haltestelle gemäß „Anhang 9 Verzeichnis der neutralen Haltestellen“ angetreten, so erfolgt die Fahrpreisberechnung erst ab der jeweils ersten Haltestelle, der unmittelbar an diese Zone angrenzenden Zone. Endet eine Fahrt an einer neutralen Haltestelle, so erfolgt die Fahrpreisberechnung bis zur jeweils letzten Haltestelle, der unmittelbar vorher befahrenen Zone.

3.2 Regionaltarif

Der Regionaltarif ist jener Verbundregelbeförderungspreis, welcher in der/den jeweiligen Regionalzone(n) Gültigkeit hat. Für die Fahrpreisberechnung ist die Anzahl der befahrenen Zonen gemäß Tarifzonenplan maßgebend.

3.3 Kernzonentarif

Der Kernzonentarif ist jener Verbundregelbeförderungspreis, welcher in der Kernzone Salzburg Gültigkeit hat.

3.4 Kernzonenzuschlag

Von einer Regionalzone kommend ist, ausgenommen Punkt „3.4.1 Regionaltarif in Verbindung mit der Kernzone Salzburg ohne Kernzonenzuschlag“ und Punkt „3.4.2 Durchfahren der Kernzone Salzburg“, für die Nutzung der Kernzone Salzburg der Kernzonenzuschlag zu entrichten. Dies gilt sinngemäß auch bei Fahrten aus der Kernzone Salzburg kommend in eine Regionalzone.

Mit diesem Aufpreis gelten Zeitkarten in der Kernzone Salzburg als Netzkarten, Einzelfahrkarten als Streckenkarten mit Umsteigeberechtigung.

3.4.1 Regionaltarif in Verbindung mit der Kernzone Salzburg ohne Kernzonenzuschlag

Bei Fahrten von einer Regionalzone in die Kernzone Salzburg gilt die Kernzone Salzburg auch dann als eine Regionalzone, wenn mit dem jeweiligen Verbundunternehmen ohne Umsteigen in Fahrtrichtung zur letzten Haltestelle dieser Eisenbahn- oder Kraftfahrlinie in der Kernzone Salzburg, maximal jedoch bis zur Haltestelle „Salzburg Hauptbahnhof“ gefahren wird. Abweichend davon gelten bei den nachstehend angeführten Linien anstelle der Haltestelle „Salzburg Hauptbahnhof“ die jeweils angeführten Haltestellen:
* Linie 4: maximal bis zur Haltestelle „Mirabellplatz“
* Linie 21: maximal bis zur Haltestelle „F.-Hanusch-Platz“
* Linie 24: maximal bis zur Haltestelle „F.-Hanusch-Platz“
* Linie 28: maximal bis zur Haltestelle „F.-Hanusch-Platz“
* Linie 151: maximal bis zur Haltestelle „Mirabellplatz“

Dies gilt sinngemäß auch bei Fahrten aus der Kernzone Salzburg kommend in eine Regionalzone.

3.4.2 Durchfahren der Kernzone Salzburg

Wird von einer Regionalzone kommend die Kernzone Salzburg durchfahren, so wird bei der Fahrpreisberechnung die Kernzone Salzburg als zwei Regionalzonen berechnet.

Mit Einzelfahrkarten ist ein Umsteigen innerhalb der Kernzone Salzburg in direkter Fahrtrichtung zulässig. Bei Zeitkarten besteht in der Kernzone Salzburg Netzberechtigung.

3.5 Zonenzukauf bei Zeitkarten

Beim Kauf von Zeitkarten können zusätzlich zur Hauptrelation angrenzende Regionalzonen zugekauft werden. Es können maximal fünf aneinander grenzende Zonen zur Hauptrelation dazugekauft werden. Für die Fahrpreisberechnung wird die Gesamtzonenanzahl herangezogen. Der Zukauf muss gemeinsam mit dem Kauf der Hauptrelation erfolgen – Ein nachträglicher Zonenzukauf ist nicht möglich.

3.6 Tarifänderungen

Bei Tarifänderungen können im Voraus gekaufte Verbundfahrkarten im Sinne der jeweiligen Tarifbestimmung weiter verwendet werden.

3.7 Mautregelung

Für Mauten gelten besondere Regelungen zwischen Straßenerhalter und dem jeweiligen Verbundunternehmen. Mauten sind zusätzlich zum Fahrpreis zu entrichten. Betroffene Strecken, siehe „Linien mit Mautstrecken“ im „Anhang 2 Verzeichnis der Verbundlinien“.

3.8 Technische Defekte

Wenn die Ausgabe von Verbundfahrkarten auf Grund nachvollziehbarer technischer Defekte nicht möglich ist, werden Fahrgäste bis zur nächsten Fahrkartenausgabemöglichkeit ohne Fahrkarte befördert. Ab der nächsten Ausgabemöglichkeit ist der Fahrpreis für die gesamte in Anspruch genommene Fahrtstrecke zu entrichten.

Für die Züge des Nahverkehrs der ÖBB muss die Fahrkarte vor Fahrtbeginn gelöst werden. An Bahnhöfen ohne ÖBB-Personenkasse oder Fahrkartenautomat darf ohne Fahrkarte eingestiegen werden. Der ÖBB-Zug kann ebenfalls ohne Fahrkarte betreten werden, wenn alle Fahrkartenautomaten des Bahnhofs keine Münzen und Geldscheine mehr akzeptieren oder defekt sind. In diesen Fällen ist die Fahrkarte bei ÖBB-Mitarbeitern im Zug erhältlich. Diese muss ehestmöglich nach dem Einsteigen gekauft werden.

4 Verbundfahrkarten, Geltungsdauer

4.1 Allgemeines

Im Vorverkauf oder bei Fahrkartenautomaten erworbene Verbundfahrkarten sind, sofern eine Entwertung erforderlich ist, bei Benützung von Zügen der ÖBB vor dem Fahrtantritt ansonsten unmittelbar nach dem Einsteigen zu entwerten.

Eine gelöste Verbundfahrkarte ist vom Fahrgast unverzüglich darauf hin zu überprüfen, ob die aufgedruckten Informationen (z.B. Fahrkartengattung, Preis, Verkehrsverbindung, Gültigkeit etc.) seinen Wünschen vollinhaltlich entsprechen.

Für die Inanspruchnahme einer Fahrpreisermäßigung eventuell erforderliche Ermäßigungsausweise, Nachweise, Bestätigungen etc. müssen bei einer Fahrkartenkontrolle unaufgefordert vorgewiesen werden.

Einzelfahrkarten sind nach der Entwertung nicht mehr übertragbar. Ein Weiterverkauf oder eine Weitergabe entwerteter Fahrkarten sowie die Mitnahme von Personen gegen Entgelt sind nicht gestattet.

4.2 Verbundfahrkarten für einfache Fahrten

4.2.1 Einzelfahrkarten

Einzelfahrkarten werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis sowie Minimum-Preis ausgegeben. Sie berechtigen ab dem auf der Einzelfahrkarte angeführten Gültigkeitszeitpunkt – bzw. bei Vorverkaufskarten ab dem Entwertungszeitpunkt zu einer einfachen  Fahrt in vorwärts strebender Richtung innerhalb der angegebenen  Zone(n). Die jeweilige Fahrt ist ehest möglich anzutreten; eine  Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.

Albus: Linie A

Einzelfahrten bei denen ausschließlich die Linie A benutzt wird, werden zum ermäßigten Preis ausgegeben.

4.2.2 Einzelfahrt 09/17 für die Kernzone Salzburg

Einzelfahrkarten 09/17 werden nur im Vorverkauf ausgegeben. Sie berechtigen zwischen 09:00 und 17:00 Uhr vom Entwertungszeitpunkt an zu einer Fahrt in vorwärts strebender Richtung innerhalb der Kernzone Salzburg. Die Fahrt muss um 17:00 Uhr beendet sein. Eine Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.

4.2.3 Kurzstreckenfahrkarten für die Kernzone Salzburg

* Kurzstreckenfahrkarten berechtigen nur in der Kernzone Salzburg bei den Verkehrsunternehmen Albus, Autobusbetrieb Marazeck, Obus sowie der Salzburger Lokalbahn zu einer einfachen Fahrt für zwei Haltestellenabstände. Ein Umstieg oder eine Fahrtunterbrechung ist nicht erlaubt. Wird eine Haltestelle im Linienverlauf übergangen, da es keinen Haltewunsch seitens des Fahrgasts gab, ist dennoch ein Haltestellenabstand zu zählen.
* Bei allen sonstigen Eisenbahn- und Kraftfahrlinienunternehmen (z.B. ÖBB S-Bahn, Regionalbus etc.) berechtigen Kurzstreckenfahrkarten zu einer einfachen Fahrt für einen Haltestellenabstand.

4.2.4 Aufpreiskarten für die ersten Zonen um die Kernzone Salzburg

Inhaber einer gültigen Verbundfahrkarte für die Kernzone Salzburg können zusätzlich für die jeweils erste an die Kernzone Salzburg direkt angrenzende Zone eine Aufpreiskarte zum Vollpreis, ermäßigten Preis oder Minimum-Preis erwerben. Diese berechtigt ab dem Ausgabezeitpunkt zu einer einfachen Fahrt in vorwärts strebender Richtung innerhalb der angegebenen ersten Zone um die Kernzone Salzburg. Eine Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.

* Inhaber einer gültigen Verbundfahrkarte für die Kernzone Salzburg zum ermäßigten Preis erhalten die Aufpreiskarte zum ermäßigten Preis.
* Inhaber einer gültigen Verbundfahrkarte für die Kernzone Salzburg zum Minimum-Preis erhalten die Aufpreiskarte zum Minimum-Preis.

Zu allen übrigen gültigen Verbundfahrkarten für die Kernzone Salzburg werden Aufpreiskarten zum Vollpreis ausgegeben.

4.3 Zeitkarten

Zeitkarten gelten in den erworbenen Zonen als Netzkarten und berechtigen innerhalb dieser Zonen zu beliebig vielen Fahrten. Für eine Netzberechtigung in der Kernzonen Salzburg ist bei Regionalfahrkarten ein Kernzonenzuschlag erforderlich.

Die Gültigkeitsdauer ist auf der Zeitkarte angeführt bzw. durch Entwertung festgelegt. Zeitkarten, mit Ausnahme personenbezogener Karten, sind übertragbar. Zeitkarten können frühestens 30 Kalendertage vor dem ersten Geltungstag gekauft werden. Entscheidend für den anzuwendenden Tarif ist der erste Geltungstag.

4.3.1 Stundenkarten für die Kernzone Salzburg

Stundenkarten werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie gelten 60 Minuten vom Ausgabe- bzw. Entwertungszeitpunkt an, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieser 60 Minuten beendet sein muss.

4.3.2 24-Stundenkarten für die Kernzone Salzburg

24-Stundenkarten werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie gelten 24 Stunden vom Ausgabe- bzw. Entwertungszeitpunkt an, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieser 24 Stunden beendet sein muss.

4.3.3 Tageskarten

Tageskarten werden für Regionalzonen bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie gelten am aufgedruckten Kalendertag bzw. ab dem Entwertungszeitpunkt bis 03:00 Uhr morgens des Folgetages, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.3.4 Wochenkarten

Wochenkarten gelten im auf der Fahrkarte angeführten Zeitraum bzw. an sieben auf einander folgenden Kalendertagen ab dem
Entwertungszeitpunkt. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.3.5 Monatskarten

Monatskarten gelten im auf der Fahrkarte angeführten Zeitraum bzw. einen Monat ab dem Entwertungszeitpunkt. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.3.6 Jahreskarten

Jahreskarten werden wahlweise persönlich oder übertragbar für Barzahler mit Fließdatum und für Abonnenten ab dem nächsten bzw. übernächsten Monatsersten ausgegeben. Sie gelten an zwölf auf einander folgenden Monaten. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

Jahreskarten ab 16 Regionalzonen nach „Fahrpreistabelle 1a – Regionalverkehr innerhalb Österreichs“ gelten im Verbundraum als Netzkarte. (siehe auch „4.3.6.1 Salzburg Land Ticket“).

Die Bestellung und Ausgabe von Jahreskarten ist im „Anhang 7 Ausgabe von Jahreskarten“ geregelt.

4.3.6.1 Salzburg Land Ticket

Das „Salzburg Land Ticket“ ist eine Jahreskarte gemäß Punkt „4.3.6 Jahreskarten“, welche als Jahresnetzkarte für den Verbundraum gilt. Das „Salzburg Land Ticket“ wird mit und ohne Kernzonenzuschlag ausgegeben.

4.3.6.2 Salzburg City Ticket

Das „Salzburg City Ticket“ ist eine persönliche, nicht übertragbare Jahreskarte gemäß Punkt „4.3.6 Jahreskarten“ mit Gültigkeit in der Kernzone Salzburg.

Das „Salzburg City Ticket Plus“ ist eine übertragbare Jahreskarte gemäß Punkt „4.3.6 Jahreskarten“ mit Gültigkeit in der Kernzone Salzburg. An Samstagen, Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ist die Mitnahme einer weiteren Person unentgeltlich gestattet.

4.4 Freifahrausweise für Schüler und Lehrlinge („s’COOL-CARDs“)

4.4.1 Gemeinsame Bestimmungen

s’COOL-CARDs werden nur aufgrund des dafür jeweils vorgesehenen, vollständig ausgefüllten Antrages ausgestellt und dürfen nur nach Bezahlung des gesetzlich festgelegten Eigenanteiles (= Selbstbehalt) genützt werden. Ein Anspruch auf das sofortige Ausstellen einer s’COOL-CARD besteht nicht.  Am Stichtag 1. September des jeweiligen Jahres darf das 24. Lebensjahr noch nicht  vollendet sein (bis einen Tag vor dem 24ten Geburtstag).

s’COOL-CARDs gelten während des Geltungszeitraumes in der Kernzone Salzburg als Streckenkarte für Fahrten zwischen Wohnort und Schule bzw. Ausbildungsstätte in vorwärts strebender Richtung, bei freier Verkehrsmittelwahl. In der Kernzone Salzburg darf nur dann umgestiegen werden, wenn dies zum Erreichen des Wohn- bzw. des Schulortes oder der betrieblichen Ausbildungsstätte erforderlich ist. In den Regionalzonen gilt die s’COOL-CARD als Netzkarte mit freier Verkehrsmittelwahl.

Die Schulleitung, der Lehrherr bzw. der volljährige Schüler oder volljährige Lehrling haftet für die Richtigkeit der jeweils getätigten Angaben im Antrag. Die Haftung für die Richtigkeit der Angaben bei minderjährigen Schülern oder Lehrlingen liegt beim Erziehungsberechtigten.

Wird eine s’COOL-CARD nur für eine Fahrtrichtung beantragt, so
* ist der Schüler an allen Schultagen nur zu einfachen Fahrten von der Einstiegshaltestelle bis zur Ausstiegshaltestelle berechtigt bzw.
* ist der Lehrling an allen Arbeitstagen nur zu einfachen Fahrten von der Einstiegshaltestelle bis zur Ausstiegshaltestelle berechtigt bzw.
* besteht kein Anspruch auf die Benützung von Mega s’COOL-CARDs.

Bei Durchfahrten durch die Kernzone Salzburg gelten s’COOL-CARDs als Streckenkarten. Ein Umsteigen in vorwärts strebender Richtung ist zulässig, wenn dies zum Erreichen des Wohn- bzw. Schulortes oder der betrieblichen Ausbildungsstätte erforderlich ist.

Wird eine s’COOL-CARD aufgrund unwahrer und/oder unrichtiger Angaben des Antragsstellers ausgestellt oder die Freifahrt weiter in Anspruch genommen, obwohl die Voraussetzungen nicht oder nicht mehr gegeben sind, so haftet der Erziehungsberechtigte bzw. der volljährige Schüler oder volljährige Lehrling
* sowohl für von der Republik Österreich eventuell an die Verbundunternehmen zu Unrecht geleistete Fahrpreisersätze,
* als auch bei einem Verbundunternehmen eventuell zu Unrecht genutzte Mega s’COOL-CARDs, sowie
* der Salzburger Verkehrsverbund GmbH für hieraus entstandene Schäden.

Bei Wegfall einer Anspruchsberechtigung ist die s’COOL-CARD der Salzburger Verkehrsverbund GmbH unaufgefordert und unverzüglich zu übermitteln.

Die Gültigkeit von s’COOL-CARDs auf Citybus-, Orts- bzw. Stadtverkehren ist im „Anhang 2 Verzeichnis der Verbundlinien“ angeführt.

Die Ausgabe von s’COOL-CARDs und SUPER s’COOL CARDs wird im „Anhang 8 Ausgabe von s’COOL-CARDs / SUPER s’COOL-CARDs“ beschrieben.

4.4.2 Schülerfreifahrt

Der Schulbesuch muss, ausgenommen bei Berufsschülern, die die Berufsschule an weniger als vier Tagen in der Woche besuchen, wöchentlich an mindestens vier Schultagen erfolgen. s’COOL-CARDs werden höchstens für die Dauer des von der Schulleitung bestätigten Zeitraumes ausgestellt und berechtigen an allen aufgedruckten Schultagen zu beliebig vielen Fahrten innerhalb der, auf der s’COOL-CARD eingetragenen Zone(n). Wird eine Schule im grenznahen Gebiet im Ausland besucht, so gelten s’COOL-CARDs an den im Punkt „1.20 Schultage in Bayern“ genannten Schultagen.

4.4.2.1 Mega s’COOL-CARDs

s’COOL-CARDs, die sowohl für die Hin- und Rückfahrt beantragt, bzw. ausgestellt wurden, können durch Aufzahlung zu einer während eines Unterrichtsjahres an allen Tagen gültigen Mega s’COOL-CARD aufgewertet werden. Mega s’COOL-CARDs in Verbindung mit einer s’COOL-CARD für die Kernzone Salzburg gelten in der Kernzone Salzburg als Netzkarten. Sie können für einzelne Monate während eines Unterrichtsjahres erworben werden.

Berufsschüler mit tageweisem Berufsschulbesuch erhalten keine Mega s’COOL-CARD.

Einzeln gekaufte Aufzahlungskarten Mega s’COOL-CARD können zwischen der Einstiegs- und Ausstiegszone sowohl für alle durchfahrenen als auch für einzelne Zonen (= Teilstrecken), für die Kernzone Salzburg jedoch nur im Zusammenhang mit einer s’COOL-CARD mit Kernzonenberechtigung erworben werden und gelten im aufgedruckten Zeitraum bzw. einen Monat ab dem Entwertungszeitpunkt.

Die Nummer der s’COOL-CARD muss auf der jeweiligen Aufzahlungskarte Mega s’COOL-CARD im Feld „Kartennummer der s’COOL-CARD“ eingetragen werden.

Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.4.3 Lehrlingsfreifahrt

s’COOL-CARDs werden höchstens für den vom Lehrherrn bestätigten Zeitraum, maximal jedoch zwölf Monate ausgestellt und berechtigen während der Ausbildungszeit, an allen aufgedruckten Wochentagen, zu beliebig vielen Fahrten innerhalb der auf der s’COOL-CARD eingetragenen Zone(n).

Wird die Kernzone Salzburg sowohl auf dem Weg zwischen Wohnort, von dem aus die betriebliche Ausbildungsstätte besucht wird und der betrieblichen Ausbildungsstätte als auch auf dem Weg zwischen Wohnort und Berufsschule befahren und erfolgt kein internatsmäßiger Schulbesuch, so gilt die s’COOL-CARD in der Kernzone Salzburg als Netzkarte mit freier Verkehrsmittelwahl an den aufgedruckten Gültigkeitstagen.

4.4.3.1 Mega s’COOL-CARDs

s’COOL-CARDs, die sowohl für die Hin- und Rückfahrt beantragt bzw. ausgestellt wurden, können durch Aufzahlung zu einer an allen Tagen gültigen Mega s’COOL-CARD aufgewertet werden. Mega s’COOL-CARDs, in Verbindung mit einer s’COOL-CARD für die Kernzone Salzburg, gelten in der Kernzone Salzburg als Netzkarten.

Einzeln gekaufte Aufzahlungskarten Mega s’COOL-CARD können zwischen der Einstiegs- und Ausstiegszone sowohl für alle durchfahrenen als auch für einzelne Zonen (= Teilstrecken), für die Kernzone Salzburg jedoch nur im Zusammenhang mit einer s’COOL-CARD mit Kernzonenberechtigung erworben werden und gelten im aufgedruckten Zeitraum bzw. einen Monat ab dem Entwertungszeitpunkt.

Die Nummer der s’COOL-CARD muss auf der jeweiligen Aufzahlungskarte Mega s’COOL-CARD im Feld „Kartennummer“ der s’COOL-CARD“ eingetragen werden.

Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.4.4 SUPER s’COOL-CARD

Die SUPER s’COOL-CARD ist eine Netzkarte für Schüler und Lehrlinge, mit der von 1. September bis zum 31. August des Folgejahres, alle Verbundlinien im Verbundraum genutzt werden können.SUPER s’COOL-CARDs gelten zusätzlich auf der Strecke „Salzburg nach Ried am Wolfgangsee“, „Salzburg nach Burgau“, der gesamten Linie 150 von Salzburg nach Bad Ischl, der gesamten Linie 140 von Salzburg nach Mondsee und der gesamten Linie 156 von St. Gilgen nach Mondsee.

Der Schüler oder Lehrling muss seinen Wohnort oder die Schule / den Ausbildungsbetrieb im Bundesland Salzburg haben.

Die SUPER s’COOL-CARD ist ausnahmslos online unter http://bestellung.salzburg-verkehr.at/ erhältlich und wird nach Bezahlung per Post an den Käufer gesendet. Die Ausgabe von SUPER s’COOL CARDs wird im „Anhang 8 Ausgabe von s’COOL-CARDs / SUPER s’COOL-CARDs“ beschrieben.

4.5 Semestertickets für Studierende („StudentCARDs“)

Ein Semesterticket „StudentCARD“ wird für den Verbundraum und den oberösterreichischen Teil des Tarifgebiets an Studierende ausgegeben. Studierende erhalten eine StudentCARD, sofern ihr Studienort im Bundesland Salzburg liegt und am 10. September des jeweiligen Studienjahres das 26. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde (bis einen Tag vor dem 26ten Geburtstag). Der genannte Stichtag gilt für das Wintersemester sowie das nachfolgende Sommersemester.

StudentCARDs sind nicht übertragbar und berechtigen im Wintersemester immer von 10. September bis 09. Februar und im Sommersemester von 10. Februar bis einschließlich 09. Juli zu uneingeschränkten Fahrten innerhalb der auf der StudentCARD angeführten Zonen.

Die Ausgabe von StudentCARDs wird im „Anhang 10 Ausgabe von Semestertickets“ beschrieben.

4.6 Handy-Tickets

4.6.1 Allgemeines

Die auf dem Display des mobilen Endgeräts (zum Beispiel „Smartphone“) angezeigte digitale Fahrkarte ersetzt die physische Verbundfahrkarte. Der Kaufprozess muss vor Fahrtantritt abgeschlossen sein und das gültige Handyticket auf dem Display ersichtlich sein.

Bei Fahrkartenkontrollen sind den Kontrollorganen Handytickets unaufgefordert vorzuweisen. Zur Überprüfung der Sicherheitsmerkmale hat der Kunde den Anweisungen des Kontrollorgans Folge zu leisten.

Personalisierte Handytickets sind nicht übertragbar und gelten nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis mit Altersangabe. Fehler beim Handy-Betrieb (z.B. Bedienungsfehler, leere Akkus etc.) sind vom Handybesitzer zu verantworten. In derartigen Fällen gilt der Handynutzer als Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis.

Hinsichtlich der Bestell-, Zahlungs- und Rückgabemodalitäten für Fahrkarten, die über einen Onlineshop ausgegeben werden, gelten die dort angegebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Betreibers des Onlineshops.

Die Anbieter über die Handytickets bezogen werden können, sowie die Webseiten- zu deren Angeboten, sind im „Anhang 11 Anbieter von Handytickets und Onlinetickets“ ersichtlich.

4.6.2 Einzelfahrt Region

Einzelfahrkarten werden für Regionalzonen bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie berechtigen ab dem auf dem Display angeführten Gültigkeitszeitpunkt zu einer einfachen Fahrt in vorwärts strebender Richtung innerhalb der angegebenen Zone(n). Die jeweilige Fahrt ist ehest möglich anzutreten; eine Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.

4.6.3 Tageskarte Region

Tageskarten werden für Regionalzonen bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) an dem auf dem Display angeführten Gültigkeitstag bis 03:00 Uhr morgens des Folgetages, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.6.4 Wochenkarte Region

Wochenkarten werden für Regionalzonen bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) an sieben auf einander folgenden Kalendertagen im auf dem Display angeführten Zeitraum. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.6.5 Monatskarte Region

Monatskarten werden für Regionalzonen bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) einen Monat im auf dem Display angeführten Zeitraum. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.6.6 Stundenkarte Kernzone Salzburg

Stundenkarten für die Kernzone Salzburg werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Diese berechtigen ab dem am Display angegebenen Zeitpunkt 60 Minuten lang zu einer uneingeschränkten Fahrtenanzahl in der Kernzone Stadt Salzburg. Die Fahrt muss innerhalb der Gültigkeit der Stundenkarte beendet sein.

4.6.7 24-Stundenkarte Kernzone Salzburg

24-Stundenkarten für die Kernzone Salzburg werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Diese berechtigen ab dem am Display angegebenen Zeitpunkt 24 Stunden lang zu einer uneingeschränkten Fahrtenanzahl in der Kernzone Salzburg. Die Fahrt muss innerhalb der Gültigkeit der 24-Stundenkarte beendet sein.

4.7 Online Tickets

4.7.1 Allgemeines

Online Tickets sind im Internet buchbar. Der Fahrausweis wird vom Kunden ausgedruckt.

Die Internetadressen, über die Onlinefahrausweise gebucht werden können, sind im „Anhang 11 Anbieter von Handytickets und Onlinetickets“ ersichtlich.

Online Tickets sind persönliche Fahrkarten. Sie lauten auf den oder die Namen der Reisenden, die beim Buchungsvorgang angeben werden. Bei der Fahrkartenkontrolle weisen die auf der Fahrkarte angeführten Reisenden einen Lichtbildausweis mit Altersangabe vor.

Online Tickets sind auf den Namen des Inhabers lautend und nicht übertragbar. Reisen mehrere Personen mit einem Ticket, so muss zumindest der Inhaber namentlich auf dem Ticket angeführt sein und einen Lichtbildausweis mit Altersangabe mitführen. Hinsichtlich der Bestell-, Zahlungs- und Rückgabemodalitäten für Online Tickets gelten die dort angegebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Betreibers des Onlineshops.

4.7.2 Einzelfahrt Region

Einzelfahrkarten werden für Regionalzonen, bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie berechtigen, ab dem auf der Fahrkarte angeführten Gültigkeitszeitpunkt, zu einer einfachen Fahrt in vorwärts strebender Richtung innerhalb der angegebenen Zone(n). Die jeweilige Fahrt ist ehest möglich anzutreten; eine Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.

4.7.3 Tageskarte Region

Tageskarten werden für Regionalzonen, bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) an dem auf der Fahrkarte angeführten Gültigkeitstag bis 03:00 Uhr morgens des Folgetages, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.7.4 Wochenkarte Region

Wochenkarten werden für Regionalzonen, bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) an sieben auf einander folgenden Kalendertagen im auf der Fahrkarte angeführten Zeitraum. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.7.5 Monatskarte Region

Monatskarten werden für Regionalzonen, bzw. für Regionalzonen in Kombination mit der Kernzone Salzburg ausgegeben. Sie gelten innerhalb der angegebenen Zone(n) einen Monat im auf der Fahrkarte angeführten Zeitraum. Die Geltungsdauer endet am Folgetag des letzten Gültigkeitstags um 03:00 Uhr morgens, wobei die letzte Fahrt innerhalb dieses Zeitraums beendet sein muss.

4.7.6 Stundenkarte Kernzone Salzburg

Stundenkarten für die Kernzone Salzburg werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Diese berechtigen ab dem auf der Fahrkarte angegebenen Zeitpunkt 60 Minuten lang zu einer uneingeschränkten Fahrtenanzahl in der Kernzone Stadt Salzburg. Die Fahrt muss innerhalb der Gültigkeit der Stundenkarte beendet sein

4.7.7 24-Stundenkarte Kernzone Salzburg

24-Stundenkarten für die Kernzone Salzburg werden zum Vollpreis, ermäßigten Preis und Minimum-Preis ausgegeben. Diese berechtigen ab dem auf der Fahrkarte angegebenen Zeitpunkt 24 Stunden lang zu einer uneingeschränkten Fahrtenanzahl in der Kernzone Salzburg. Die Fahrt muss innerhalb der Gültigkeit der 24-Stundenkarte beendet sein

5 Fahrpreisermäßigungen

5.1 Allgemeines

Gegen Vorlage der angeführten Berechtigungsnachweise können im Salzburger Verkehrsverbund folgende Ermäßigungen in Anspruch genommen werden. Für die Ermittlung ermäßigter Beförderungspreise wird jeweils nur eine Fahrpreisermäßigung berücksichtigt. Bei Kontrollen sind die entsprechenden Berechtigungsnachweise gemeinsam mit den ermäßigten Verbundfahrkarten unaufgefordert vorzuweisen.

5.2 Kleinkinder und Kinder

5.2.1 Kleinkinder

Kinder bis 5 Jahre (bis zum Tag vor dem 6. Geburtstag) werden in Begleitung einer zahlungspflichtigen Person unentgeltlich befördert. Im Zweifelsfall ist das Geburtsdatum bzw. das Alter des Kindes
nachzuweisen.

5.2.2 Kinder

Kinder von 6 Jahre bis 14 Jahre (bis zum Tag vor dem 15. Geburtstag) zahlen für Einzelkarten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten den Minimum-Preis. Als Berechtigungsnachweis gilt ein Dokument, aus dem das Geburtsdatum des jeweiligen Kindes hervorgeht.

5.3 Jugendliche

Jugendliche von 15 Jahre bis 18 Jahre (bis zum Tag vor dem 19. Geburtstag) erhalten für Einzelkarten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten den geförderten JugendCARD-Tarif. Dieser Abgabepreis entspricht dem ermäßigten Preis und gilt im Tarifgebiet, jedoch nicht nach und von Deutschland. Das Alter ist durch Vorlage eines Lichtbildausweises, aus dem das Geburtsdatum hervorgeht, nachzuweisen.

5.4 Familien

Familien erhalten eine Fahrpreisermäßigung, wenn mindestens ein Familienpass-Inhaber und mindestens ein im Familienpass eingetragenes Kind gemeinsam über denselben Beförderungsweg reisen. Jeder Elternteil erhält gegen Vorweis eines gültigen Salzburger Familienpasses oder eines amtlich ausgestellten Familienpasses anderer österreichischer Bundesländer Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24‐ Stundenkarten zum jeweiligen Minimum‐Preis. Alle mitreisenden im Familienpass eingetragenen Kinder bis 14 Jahre werden unentgeltlich befördert, sofern von mindestens einem Familienpass-Inhaber eine Verbundfahrkarte zum Minimum-Preis gelöst wird.

Großeltern, Pflegeeltern oder sonstige Inhaber eines oben angeführten Familienpasses werden Eltern gleichgestellt.

5.5 Senioren

Senioren erhalten gegen Vorweis einer gültigen ÖBB-VORTEILSCARD Senior in Verbindung mit einem Lichtbildausweis oder einer gültigen ÖBB-ÖSTERREICHCARD Senior Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten zum jeweils ermäßigten Preis. Vorläufige ÖBB-VORTEILSCARDs Senior oder vorläufige ÖBB-ÖSTERREICHCARDs Senior sind ausschließlich mit einem Lichtbildausweis gültig.

5.6 Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung erhalten Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten zum jeweiligen Minimum-Preis. Eine Begleitperson wird unentgeltlich befördert, sofern die behinderte Person im Rollstuhl fährt bzw. deren Behindertenpass auf den Bedarf einer Begleitperson hinweist.

5.7 Schwerkriegsbeschädigte

Schwerkriegsbeschädigte erhalten gegen Vorweis eines Schwerkriegsbeschädigtenausweises Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten zum jeweiligen Minimum-Preis. Eine Begleitperson wird unentgeltlich befördert.

5.8 Blinde

Blinde erhalten gegen Vorweis eines gültigen Behindertenausweises des Bundessozialamt oder eines Mitgliederausweis des Blindenverbandes Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten zum jeweiligen Minimum-Preis. Eine Begleitperson wird unentgeltlich befördert.

5.9 Kinder- und/oder Jugendgruppen

5.9.1. Kindergartengruppen

Wenn Kindergartengruppen mit Begleitung gemeinsam auf demselben Beförderungsweg reisen, werden Kindergartenkinder, auch wenn sie über fünf Jahre alt sind, nach Maßgabe des vorhandenen Platzangebotes, unentgeltlich befördert. Eine Voranmeldung beim Linienbetreiber ist empfohlen.

Regelung über die Anzahl der zur unentgeltlichen Fahrt berechtigten Begleitpersonen:
* Bis zu 10 Kindergartenkinder: 2 Begleitpersonen
* 11-20 Kindergartenkinder: 4 Begleitpersonen
* 21-30 Kindergartenkinder: 6 Begleitpersonen
* …

Bedingung ist eine auf den Reisetag datierte Bestätigung der Kindergartenleitung mit Unterschrift und Stempel, aus welcher die Anzahl der Kinder sowie Begleitpersonen und die Fahrtstrecke hervorgehen. Berechtigt sind ausschließlich Kindergärten im Bundesland Salzburg.

5.9.2 Kinder- und/oder Jugendgruppen

Wenn Gruppen von mindestens zehn zu begleitenden Kindern oder Jugendlichen gemeinsam auf demselben Beförderungsweg reisen, werden die zu begleitenden Kinder oder Jugendlichen zum Minimum-Preis befördert. Pro zehn gemeinsam zum Minimum-Preis reisenden Kindern oder Jugendlichen werden bis zu zwei Begleitpersonen unentgeltlich befördert. Bei Erwerb des Fahrscheins in den Regionalbussen ist der gesamte Fahrpreis durch eine Begleitperson zu entrichten.

5.10 Tiere

Hunde mit einem bisssicheren Maulkorb dürfen mitgeführt werden, wenn sie ohne Belästigung oder Behinderung der anderen Fahrgäste untergebracht werden können. Sie müssen getragen oder an kurzer Leine geführt werden. Der Fahrgast hat die Tiere zu beaufsichtigen. Sie dürfen nicht auf Sitzplätzen befördert werden. Für Hunde werden Verbundfahrkarten für Einzelfahrten, Stundenkarten, Tageskarten und 24-Stundenkarten zum jeweiligen Minimum-Preis sowie Kurzstreckenkarten, Wochen- und Monatskarten ausgegeben.

Gekennzeichnete Assistenzhunde  und Therapiehunde laut §39a Bundesbehindertengesetz, sowie Polizeihunde werden unentgeltlich und ohne Maulkorb mitbefördert.

Kleine ungefährliche Tiere dürfen in geeigneten Behältern unentgeltlich mitgeführt werden, wenn sie ohne Belästigung der Fahrgäste befördert werden können.

Für die Einhaltung der veterinärpolizeilichen Vorschriften bei allen mitgeführten Tieren ist der Fahrgast verantwortlich.

6 Fahrpreisrückerstattung, Entgelte, Zahlungsmittel

6.1 Fahrpreisrückerstattung

Die Salzburger Verkehrsverbund GmbH erstattet bei Fahrausweisen für Einzelfahrten bis vor dem ersten Geltungstag, bei Zeitfahrkarten innerhalb deren Geltungsdauer den Fahrpreis ganz oder teilweise, wenn der Fahrausweis nicht oder nur teilweise ausgenützt worden ist. Es gelten die unten stehenden Regeln.

Der Erstattungsbetrag wird entgeltfrei ausbezahlt, wenn die Verbundfahrkarte aus Gründen, die das Verkehrsunternehmen/die Verkehrsverbund Gesellschaft zu vertreten hat, nicht oder nur teilweise genutzt worden ist.

Die Zahlung bzw. die Zahlungsanweisung zur Erstattung erfolgt – außer in entsprechend begründeten Fällen – innerhalb von zwei Monaten nach Einreichung des vollständigen Antrages auf Erstattung.

Alle Ansprüche auf Erstattung erlöschen, wenn sie bei der Verkehrsverbund Gesellschaft nicht innerhalb einer Frist von sechs Monaten geltend gemacht worden sind. Die Frist beginnt mit dem auf den Ablauf der Geltungsdauer der Verbundfahrkarte folgenden Tag.

Sollten Verbundfahrkarten nicht bei der Salzburger Verkehrsverbund GmbH zurückgegeben werden, sondern beim ausgebenden Verbundunternehmen, so werden die bei diesem Verkehrsunternehmen geltenden Erstattungsbestimmungen angewendet. Die nachfolgenden Punkte der Tarifbestimmungen finden diesfalls keine Anwendung.

Hinsichtlich der Erstattung- und Rückgabemodalitäten für Handytickets und Onlinetickets gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Betreibers des Onlineshops.

6.1.1 Rückgabe von noch nicht gültigen Verbundfahrkarten

Bei Rückgabe von noch nicht gültigen Verbundfahrkarten wird der Fahrpreis, abzüglich des Erstattungsentgelts gemäß „Anhang 6 Entgelte“, erstattet. Bei Verschulden des Verkehrsunternehmens oder der Salzburger Verkehrsverbund GmbH wird von einem Erstattungsentgelt abgesehen.

6.1.2 Rückgabe von bereits gültigen Verbundfahrkarten

Zu beachten ist, dass bei einzelnen Fahrkartenarten das Bearbeitungsentgelt den zu erstattenden Geldbetrag übersteigen kann. Bereits gültige Verbundkarten für Einzelfahrten werden nicht erstattet. Zeitkarten werden wie folgt erstattet:

Rückgabe von bereits gültigen Stundenkarten
Bei Rückgabe von Stundenkarten wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis, der Preis einer Vollpreis-Einzelfahrt für die Kernzone zum aktuell gültigen Tarif abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten. Bei Stundenkarten zum ermäßigten Tarif oder bei Stundenkarten zum Minimum-Tarif wird der jeweils vergünstigte Tarif für die Rückverrechnung herangezogen.

Rückgabe von bereits gültigen 24-Stundenkarten
Bei Rückgabe von 24-Stundenkarten wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis, der Preis von zwei Vollpreis-Einzelfahrten für die Kernzone zum aktuell gültigen Tarif abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten. Bei 24-Stundenkarten zum ermäßigten Tarif oder bei 24-Stundenkarten zum Minimum-Tarif wird der jeweils vergünstigte Tarif für die Rückverrechnung herangezogen.

Rückgabe von bereits gültigen Tageskarten
Bei Rückgabe von Tageskarten wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis, der Preis von zwei Vollpreis-Einzelfahrten zum aktuell gültigen Tarif für die jeweilige Zonenanzahl abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten. Bei Tageskarten zum ermäßigten Tarif oder bei Tageskarten zum Minimum-Tarif wird der jeweils vergünstigte Tarif für die Rückverrechnung herangezogen.

Rückgabe von bereits gültigen Wochenkarten
Bei Rückgabe von Wochenkarten wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis für jeden angefangenen Tag der Preis einer Vollpreis-Tageskarte für die jeweilige Zonenanzahl abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten. Für Wochenkarten welche ausschließlich in der Kernzone gültig sind, gilt als Referenzwert der Tarif einer Vollpreis-24-Stundenkarte.

Rückgabe von bereits gültigen Monatskarten
Bei Rückgabe von Monatskarten wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis, für jede angefangene Woche (sieben Tage), der Preis einer Wochenkarte zum aktuell gültigen Tarif für die jeweilige Zonenanzahl abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten.

Rückgabe von bereits gültigen Mega s’COOL-CARDs
Bei Rückgabe von Mega-s’COOL-CARDs wird zur Ermittlung des Erstattungsbetrages vom jeweils bezahlten Fahrpreis, für jede angefangene Woche (sieben Tage), der Preis einer Wochenkarte zum aktuell gültigen Tarif für die jeweilige Zonenanzahl abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten.

Rückgabe von bereits gültigen Jahreskarten
Für die Berechnung des Erstattungsbetrages bei Jahreskarten wird vom Jahreskartenpreis für jeden angefangenen Monat der zum Rückgabezeitpunkt gültige Monatskartenpreis in Abzug gebracht. Bei der Rückgabe der Jahreskarte mit Abonnement-Variante kann es deshalb nach Rückgabe zu weiteren Abbuchungen kommen. Bei Abonnement-Karten fällt ein Abonnemententgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ an. Zusätzlich ist bei Rückgabe ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ zu entrichten. Rückerstattungen werden über die Salzburger Verkehrsverbund GmbH abgewickelt.

Rückgabe von bereits gültigen SUPER s’COOL-CARDs
Bei der Rückgabe von SUPER s’COOL-CARDs gilt: SUPER s’COOL-CARDs können monatlich zurückgegeben werden, wobei der in der SUPER s’COOL-CARD enthaltene Selbstbehalt in Höhe von € 19,60 nicht rückerstattet wird. Für jeden angefangenen Monat werden € 6,37 (1/12 von € 76,40) vom Gesamtbetrag abgezogen. Zusätzlich ist ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ zu entrichten. Rückerstattungen können nur über die Salzburger Verkehrsverbund GmbH abgewickelt werden.

Rückgabe von bereits gültigen StudentCARDs
Bei Rückgabe von bereits gültigen StudentCARDs wird vom Abgabepreis für jede begonnene Woche (sieben Tage) der Preis einer Wochenkarte für die jeweilige Zone/Zonenanzahl ggf. mit oder ohne Kernzonenzuschlag zum aktuell gültigen Tarif abgezogen und ein Erstattungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ ist zu entrichten. Eine allfällige Rückerstattung wird über die Salzburger Verkehrsverbund GmbH abgewickelt.

6.2 Entgelte

6.2.1 Ausgabezuschlag in Zügen

Bei Ausgabe von Fahrausweisen in Zügen, trotz vorhandener besetzter Ausgabestelle im Zustiegsbahnhof, kann ein Entgelt gemäß den Bestimmungen des jeweiligen Verbundunternehmens eingehoben werden. Dies gilt auch bei nicht durchgeführter Entwertung trotz vorhandener Entwertungsmöglichkeit im Zustiegsbahnhof.

6.2.2 Erhöhtes Beförderungsentgelt

Wird ein Fahrgast bei einer Fahrausweiskontrolle ohne Fahrausweis oder mit einem ungültigen Fahrausweis angetroffen, wird neben dem für die Fahrt zu entrichtenden Verbundtarif (der für den Kunden gültigen Fahrpreis) ein erhöhtes Beförderungsentgelt gemäß „Anhang 6 Entgelte“ eingehoben. Kann der Fahrgast einer sofortigen Zahlung nicht nachkommen, ist er verpflichtet, seine Identität nachzuweisen. Eine nachträgliche Bezahlung hat binnen 14 Tagen zu erfolgen.

Die Bezahlung des Kontrollentgelts wird erlassen, wenn der Fahrgast innerhalb von 14 Tagen ab dem Feststellungstag beim jeweiligen Verbundunternehmen oder bei der Salzburger Verkehrsverbund GmbH nachweist, dass er zum Zeitpunkt der Kontrolle Inhaber eines persönlichen Fahrausweises war. Aus der nachträglichen Vorlage eines persönlichen Fahrausweises entsteht kein Anspruch auf Erstattung des für die Fahrt zu entrichtenden Verbundtarifes. Bei übertragbaren Fahrausweisen wird ein nachträglicher Nachweis nicht anerkannt. Personen unter 14 Jahren haben abhängig von Alter, Ursache und Einsichtsfähigkeit Anspruch auf Reduktion oder Erlass des erhöhten Beförderungsentgelts!

Offene Forderungen werden von der Salzburger Verkehrsverbund GmbH oder dem betroffenen Verkehrsunternehmen schriftlich eingefordert. Kunden können dagegen innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Ausstellung der Forderung Einspruch erheben. Diesfalls wird die Salzburger Verkehrsverbund GmbH bzw. das betroffene Verkehrsunternehmen eine inhaltliche Stellungnahme zu dem Einspruch abgeben. Die Beauftragung eines Inkassobüros erfolgt im Falle eines Einspruches erst dann, wenn dem Kunden zum allfälligen Einspruch eine schriftliche Stellungnahme übermittelt wurde.

Kontrollorgane haben sich auf Verlangen des Fahrgastes auszuweisen. Sollte das Kontrollorgan eine Verbundfahrkarte einziehen, so erfolgt dies gegen Aushändigung einer schriftlichen Bestätigung.

Pflichten des Fahrgastes:
* Fahrgäste müssen bis zum Ende der Fahrt im Besitz eines Fahrausweises sein und diesen bis zum Verlassen des Bahn- bzw. Bussteigs einschließlich der Zu- und Abgänge aufbewahren,
* Fahrgäste müssen Ihren Fahrausweis den Bediensteten der Verkehrsunternehmen oder den von ihnen beauftragten Kontrollorganen selbstständig zur Überprüfung vorweisen und aushändigen und erforderlichenfalls bei der Identitätsfeststellung mitwirken.

6.2.3 Ersatzausstellungsentgelt

Für beschädigte und unbrauchbar gewordene Jahreskarten, s’COOL-CARDs, SUPER s’COOL-CARDs und StudentCARDs wird nach Bezahlung der im „Anhang 6 Entgelte“ vorgesehenen Ersatzausstellungsentgelts eine Ersatzkarte ausgestellt.

6.2.4 Zahlungsmittel

Für die Entgegennahme von Bargeld, Kartenzahlungsmittel sowie Kundenkarten gelten die Bestimmungen der jeweiligen Verbundunternehmen bzw. der Salzburger Verkehrsverbund GmbH.

7 Rechtsgrundlagen und Bestimmungen zu Fahrgastrechten

7.1 Rechtsgrundlagen

* Verordnung der Europäischen Gemeinschaft Nr. 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste, Eisenbahngesetz 1957 in der geltenden Fassung.
* Eisenbahn-Beförderungs- und Fahrgastrechtegesetz – und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz, Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Kraftfahrlinienverkehr Stammfassung: Bundesgesetzblatt II Nr. 47/2001
* Bundesgesetz über die linienmäßige Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen (Kraftfahrliniengesetz)
* Bundesgesetz über die Ordnung des öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrs (Öffentlicher Personennah- und Regionalverkehrsgesetz 1999)
* Passagier- und Fahrgastrechteagenturgesetz 2015

7.2 Anwendungsbereiche der Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr

Seit 01.03.2013 gelten aufgrund der Verordnung 181/2011 des Europäischen Parlamentes und des Rates Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr. Die Fahrgastrechte betreffen sowohl den
Gelegenheitsverkehr und den Linienverkehr mit einer planmäßigen Wegstrecke unter 250 km (in eingeschränktem Umfang) als auch den Linienverkehr mit einer planmäßigen Wegstrecke ab 250 km (in
uneingeschränktem Umfang). Die Verordnung enthält beispielsweise die Rechte der Fahrgäste bei Unfällen, im Besonderen Entschädigungen und Hilfeleistungen nach solchen, besondere Rechte für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder die Informationspflicht der Fahrgäste bei Annullierungen oder Verspätungen bzw. etwaige Erstattungen bei solchen.

Nähere Informationen zu den Fahrgastrechten und der Geltendmachung allfälliger Ansprüche befinden sich in den Beförderungsbedingungen der jeweiligen Verkehrsunternehmen.

7.3 Anwendungsbereich der Fahrgastrechte für Bahnkunden

7.3.1 Pünktlichkeitsgrad

7.3.1.1 Fahrpreisentschädigung bei Jahreskarten

Als Besitzer einer Jahreskarte haben Sie im Fall von vermehrten Zugverspätungen bzw. Zugausfällen (ausgenommen Stadtverkehre) Anspruch auf Entschädigung. Mehr Informationen zu den Fahrgastrechten finden Sie auf der Homepage der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte bzw. unter http://www.passagier.at.

Für die Inanspruchnahme der Entschädigung müssen sich Bahnkunden an den Verkehrsverbund bzw. das Bahnunternehmen wenden.

Bei s’COOL-CARDs, SUPER s’COOL-CARDs sowie StudentCARDs besteht kein Entschädigungsanspruch.

7.3.1.2 Fahrpreisentschädigung bei Wochen- und Monatskarten

Die Bahnunternehmen (ÖBB-Personenverkehr AG, die Salzburger Lokalbahn, die Bayerische Oberlandbahn GmbH – MERIDIAN, die Berchtesgadener Landbahn Ges.m.b.H., die DB Regio AG – Regio Oberbayern und die Steiermärkische Landesbahnen) zahlen an Wochen- und Monatskartenbesitzer bei entsprechenden Zugverspätungen bzw. Zugausfällen Entschädigungen.

Die Modalitäten für die Auszahlung der Verspätungsentschädigung bei diesen Zeitkarten sind in den Tarifbestimmungen der jeweiligen Eisenbahnunternehmen geregelt. Details befinden sich jeweils beim betroffenen Bahnunternehmen unter http://www.oebb.at/, http://www.salzburg-ag.at/, http://www.der-meridian.de/, http://www.blb.info/, http://www.regio-oberbayern.de/ und http://www.stlb.at/.

7.4 Beschwerden, Anregungen und Kritik

Beschwerden können entweder direkt an die Verkehrsunternehmen siehe „Anhang 1 Verzeichnis der Verbundunternehmen“ oder an die Beschwerdestelle der Salzburger Verkehrsverbund GmbH gerichtet werden:

Per Mail: beschwerde@salzburg-verkehr.at
Online über das Beschwerdeformular auf http://www.salzburg-verkehr.at/
Telefonisch: +43 / 662 / 875787
Postanschrift: Salzburger Verkehrsverbund GmbH, Schallmooser
Hauptstraße 10 | 5020 Salzburg, Postfach 74 | 5027 Salzburg

Bei Streitfällen im Bahnverkehr kann zudem die Schlichtungsstelle “Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte“ kontaktiert werden.

Passagiere, die mit der Entscheidung des Bahnunternehmens bzw. des Verkehrsverbundes nicht einverstanden sind, können sich an die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte wenden. Als kostenlose und unabhängige Schlichtungsstelle sorgt sie im Streitfall für rasche und verbindliche Lösungen und Entschädigungen (z. B. bei Verspätungen, Annullierungen). Ihre Unterlagen reichen Sie bitte mittels Beschwerdeformular, http://www.apf.gv.at, ein. Sollte die elektronische Übermittlung für Sie nicht möglich sein senden Sie die Unterlagen per Post.

Postanschrift: Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte, Fachbereich Bahn, Linke Wienzeile 4/1/6, 1060 Wien, +43 (0)1 5050707 710

8 Schlussbestimmungen

Diese Tarifbestimmungen treten am 1. Juli 2017 in Kraft.