Salzburg, 28.06.2026 – Gute Nachrichten für Pendlerinnen und Pendler im Pinzgau: Durch die Einführung zusätzlicher Frühverbindungen kommt es ab 05. Juli zu großen Verbesserungen im Frühverkehr im Pinzgau. Unter anderem wird eine bestehende Taktlücke auf der Strecke zwischen Schwarzach-St. Veit und Saalfelden geschlossen.
800.000 Zugkilometer mehr im Bundesland Salzburg
Der jüngste Fahrplanwechsel im Dezember 2025 brachte in der gesamten Republik umfassende Änderungen im Schienenverkehr mit sich. Ausgelöst durch die Inbetriebnahme der ÖBB-Koralmbahn kam es durch die Einführung des neuen Interregio-Konzepts österreichweit zu einem neuen Ringschluss und somit zu einer Neuordnung des gesamten inneralpinen Verkehrs. Durch enge Zusammenarbeit und unter Berücksichtigung der Anforderungen konnten im Rahmen der Neuaufstellung des Schienenverkehrs deutliche Verbesserungen für Salzburg erreicht werden: Seither kommen die Salzburgerinnen und Salzburger schneller und öfter aus dem Pinzgau und Pongau in die Landeshauptstadt, zudem profitieren die Menschen im Bundesland von zusätzlichen 800.000 Zugkilometern und einer Erhöhung der Sitzplatzkapazität zwischen Golling und Salzburg um 60%.
Weitere Verbesserungen im Pinzgauer Frühverkehr
Nach Abschluss der Baustelle zwischen Lend und Taxenbach kommt es nun ab 05. Juli zu weiteren Verbesserungen im Pinzgauer Frühverkehr:
- Die S3 mit Abfahrt 04:44 Uhr am Salzburger Hauptbahnhof wird Montag bis Freitag (wenn Werktag) von Schwarzach-St. Veit nach Saalfelden verlängert. Damit ist eine Ankunft in Zell am See um 06:50 Uhr beziehungsweise Saalfelden um 07:00 Uhr auch von den anderen Gauen aus möglich.
- In der Gegenrichtung mit Abfahrt in Saalfelden wird die erste Verbindung um kurz vor 04:00 Uhr umsteigefrei mit jenem REX3 verknüpft, der um 05:49 Uhr am Hauptbahnhof Salzburg eintrifft. Das ermöglicht Montag bis Freitag (wenn Werktag) eine umsteigefreie Verbindung vom Pinzgau nach Salzburg.
- Auch der nachfolgende REX3 mit bisherigem Fahrtbeginn um 05:15 Uhr in Schwarzach-St. Veit wird nun bereits ab Saalfelden geführt, wodurch sich auch hier eine weitere Option für Frühpendler:innen in Richtung der anderen Gaue und der Stadt Salzburg ergibt.
„Nach zahlreichen Gesprächen mit dem Bund ist es uns gelungen, das Zugangebot innergebirg weiter zu verbessern. Es freut mich sehr, dass wir dabei nun in einem gemeinsamen Kraftakt unterjährig auch eine bestehende Taktlücke schließen können, wovon gerade auch Schülerinnen und Schüler profitieren. Mit 800.000 zusätzlichen Zugkilometern und fast 2/3 mehr Sitzplatzkapazität im Zentralraum war der jüngste Fahrplanwechsel bereits ein echter Meilenstein. Dennoch gibt es gerade nach solch großen Umstellungen natürlich auch immer weitere Verbesserungsmöglichkeiten, die wir gemeinsam mit unseren Partnern auch umsetzen möchten. Wir bauen den öffentlichen Verkehr in Salzburg weiter konsequent aus, um das Öffi-Angebot für die Salzburgerinnen und Salzburger noch attraktiver zu machen“, unterstreicht der für Verkehr zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.
Erste Erfahrungen zeigten Optimierungspotenzial
„Wie bei so einer großen Fahrplanumstellung zu erwarten war, zeigten sich kleinere Verbesserungspotenziale. So ergab sich durch die Vorverlegung des ersten Zuges von Salzburg nach Saalfelden eine Taktlücke zwischen Schwarzach-St. Veit und Zell am See, speziell für Schülerinnen und Schüler stellte dies ein massives Problem dar. Zudem mussten Reisende in diesem Abschnitt, die den Frühzug zum Beispiel verpassten, etwa 1h 23min auf den Folgezug warten. Darauf haben Gewerkschaft und Arbeiterkammer gemeinsam mit Betroffenen bereits im Herbst hingewiesen. Dankenswerterweise hat der Salzburger Verkehrsverbund diese Problematik in der Taktlücke einer optimalen Lösung zugeführt“, sagt Friedrich Schinagl, Landesvorsitzender Gewerkschaft vida Salzburg.
Die letzten Monate war diese Lücke weniger auffällig, da der Folgezug baustellenbedingt temporär früher abfuhr.
Gute Kooperation mit der Pender:inneninitiative und der Arbeiterkammer
„In Abstimmung mit dem Bundesministerium (BMIMI) und der ÖBB konnten Land Salzburg und Salzburger Verkehrsverbund erreichen, dass die Taktlücke in der Früh zwischen Schwarzach-St. Veit und Saalfelden durch die Einführung eines zusätzlichen Zuges ab Anfang Juli dauerhaft geschlossen wer den kann. Wir danken in diesem Zusammenhang auch der Pendler:inneninitiative und der AK für die konstruktive Kritik“, erklärt Johannes Gfrerer, Geschäftsführer der Salzburger Verkehrsverbund GmbH.
